Erdgeschoss des Viktoriaturms im Park der Barmherzigen Brüder in Rilchingen-Hanweiler ist saniert

"Bürgermeister Rainer Lang begutachtete mit dem Hausoberer der Barmherzigen Brüder, Alfred Klopries, das sanierte Erdgeschoss des Viktoriaturmes."

Die geplante Sanierung und der Umbau des Erdgeschosses des denkmalgeschützten Viktoriaturms im Park der Barmherzigen Brüder in Rilchingen-Hanweiler sind seit Mitte September 2020 fertiggestellt. Gekostet hat dieser Umbau ca. 68.000 Euro.

Für die Maßnahme wurde eine Zuwendung aus Mitteln der Europäischen Union, des Bundes und des Landes im Rahmen der Dorferneuerung nach der Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Dorfentwicklung im Saarland gewährt. Insgesamt wurde die Baumaßnahme von Bund, Land und EU mit rund 44.000 Euro gefördert. Diesen Förderbescheid brachte der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, im Juli 2019 in Rilchingen-Hanweiler persönlich vorbei.

Die erste Auftragserteilung erfolgte Ende Februar 2020, mit den Arbeiten konnte man Anfang Mai beginnen.

Die beiden Quelltürme, insbesondere der Viktoria-Quellturm, sind seit Jahren immer wieder Gegenstand von bau- und kunstgeschichtlichen Recherchen sowie Überlegungen, die beiden denkmalgeschützten Gebäude zu erhalten und einer adäquaten Nutzung zuzuführen. Bei dem Augusta-Quellturm ist es gelungen, in einem Netzwerk von Kooperationspartnern die Sanierung des Turmes und der Quelle fachkompetent und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes vorzunehmen. Bei der Quelle in dem Augusta-Turm handelt es sich im Übrigen um die einzige staatlich anerkannte Heilquelle im Saarland.

Auf Initiative des Regionalverbandes kam es bereits 1997 in Kooperation mit der HTW und den Eigentümern, den Barmherzigen Brüdern, zu einer gutachterlichen Untersuchung des Viktoria-Quellturms.

Ziel ist es, diese kulturhistorische Schatzkiste aus dem 18. Jahrhundert im Park der Barmherzigen Brüder behutsam zu öffnen und den Menschen und Gästen verständlich zu vermitteln und zu inszenieren. Weiteres Ziel ist es, das Gebäude als Ort für Veranstaltungen und Feste zu etablieren. Minister Jost sprach bei der Übergabe des Förderbescheides im vorigen Jahr von einem „Kulturdenkmal von überregionaler historischer Bedeutung“.