15. Dezember 2018
 
28.09.2018 12:06

Grundsteinlegung Erweiterungsbau "Historisches Rathaus" am 26. September 2018

Der Stein, der in den Grund gelegt,
ist der, auf dem das Rathaus mal steht.
Wir feiern heute Grundsteinlegung.
Alle Welt ist in Bewegung,
um hier und heute da zu sein,
für diesen ersten, guten Stein.
Wir gratulieren zum Entschluss,
dass hier ein Rathaus entstehen muss.
Nun sei der Stein Symbol der Kraft,
die Bau und Glück für Sie erschafft.

 

 

Unter den Augen vieler Gäste wurde vorigen Mittwoch, 26. September 2018,  in Kleinblittersdorf offiziell der Grundstein für den Erweiterungsbau „Historisches Rathaus“ gelegt. Die Errichtung des zweigeschossigen Gebäudes hinter dem Historischen Rathaus zählt zu den größten Investitionsvorhaben in der sich positiv entwickelnden Gemeinde. Das Bauvorhaben wird im Rahmen der Städtebauförderung (Investitionsfördergesetz I) maßgeblich mit Mitteln des Bundes und des Saarlandes gefördert.

 

Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie enthüllte Bürgermeister Stephan Strichertz zusammen mit Ortsvorsteher Hans-Josef Bur und im Beisein der Ortsvorsteher Günter Lang, Jürgen Laschinger und zahlreichen weiteren Gästen den Grundstein, der später im Eingangsbereich des neuen Erweiterungsbaus zu sehen sein wird. Der Tradition nach soll dieses Ritual dem neuen Rathaus Glück bringen und seinen dauerhaften Bestand sichern. Den feierlichen Akt verfolgten zahlreiche Gäste, Nachbarn und Gremienmitglieder. Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ließen es sich nicht nehmen, bei der Grundsteinlegung für „ihr neues Haus“ dabei zu sein.

 

Bürgermeister Stephan Strichertz sagte anlässlich der Grundsteinlegung: „Heute ist ein historischer Tag für die Gemeinde Kleinblittersdorf. Dass man bei der Grundsteinlegung für ein neues Rathaus dabei sein kann, werden die meisten von uns wohl nur einmal im Leben erleben. Ich freue mich, dass wir diesen wichtigen Meilenstein für das Bauvorhaben gemeinsam feiern können. Den beauftragten Firmen möchte ich für die bisher geleistete Arbeit danken. Uns allen wünsche ich, dass die Bauarbeiten weiter planmäßig und ohne unnötige Einschränkungen vorangehen. “Der Neubau des Rathauses soll dazu beitragen, die Verwaltung in einem Gebäude zu konzentrieren und damit die Erreichbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern. Das Vorhaben wird aus Mitteln Kommunalinvestitionsgesetz I unterstützt.“ Bislang wurden dafür rund 710.000 Euro Fördermittel bewilligt.

Die Entscheidung für ein neues Rathaus entstand im Zuge einer offenkundigen Raumnot im jetzigen mehr als 250 Jahre alten Historischen Rathaus. Viele Fachämter der Gemeindeverwaltung mussten im Laufe der Jahrzehnte wegen Platzmangel auf andere Standorte wie z.B. „Rathausstraße 15“ und „Alte Schulstraße 5“ ausweichen. Aufgrund dieser Umstände waren dort jedoch keine zeitgemäßen Arbeitsbedingungen mit optimalem Bürgerservice mehr zu realisieren, wie es von einer modernen Gemeindeverwaltung zu erwarten ist. Zudem existiert in dem Gebäude „Alte Schulstraße 5“ ein enormer Sanierungs- und Investitionsstau.

 

Der neue Erweiterungsbau hinter dem Historischen Rathaus soll nun Abhilfe schaffen: Statt bisher verteilt auf mehrere Standorte, ist der gesamte Service der Verwaltung für die Bürger dann zentral an einem Ort und gleichzeitig barrierefrei erreichbar. Gemeinsam mit dem davor gelegenen historischen Rathaus, das auch künftig von der Gemeindeverwaltung und vor allem als Sitz des Bürgermeisters genutzt wird, soll das neue Gebäude den Ortskern von Kleinblittersdorf weiter beleben. Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kleinblittersdorf profitieren von der zentral gelegenen und barrierefreien Erreichbarkeit der neuen Räumlichkeiten. Hierzu werden eine Bürgeranlaufstelle im Erdgeschoss und ein großer barrierefreier Sitzungssaal für Konferenzen und Beratung, den später auch Vereine nutzen dürfen, im Neubau sicher ihren Beitrag leisten. Auch werden sich hier die publikumsintensivsten Stellen der Gemeindeverwaltung wiederfinden, wie z.B. das Bürgerbüro, Gewerbe- und Ordnungsamt, Bauamt und die Kasse. Ergänzt wird der Anbau auch durch einen modernen Technikraum.

 

Historie und weiterer Bauablauf

Die Diskussion um ein neues Rathaus für die Gemeinde Kleinblittersdorf wurde mehr als zehn Jahre lang geführt. Im Herbst 2016 entschied eine breite Mehrheit des Gemeinderates, dass es für eine wachsende und auf die Zukunft orientierte Gemeinde auch notwendig ist, eine moderne, leistungsfähige Verwaltung für die Bürger zu organisieren. Mit dem neuen Erweiterungsbau des Rathauses werden die Voraussetzungen dafür geschaffen.

Um den Erweiterungsbau zu finanzieren, wurden die Gebäude „Alte Schulstraße 5“ sowie „Rathausstraße 15“ veräußert. In die „Alte Schulstraße 5“ werden von einem Investor ca. 1,5 bis 1,7 Millionen Euro, und so in die Steigerung der Attraktivität des Ortes, investiert. Die Gefahr einer zentralen Leerstandes wird damit vermieden sowie die Finanzierung des Anbaus gesichert. Dies ist eine Lösung, die sowohl dem gemeindlichen Haushalt als auch den infrastrukturellen Notwendigkeiten gerecht wird

 

Die Arbeiten am Erweiterungsbau, der an das Historische Rathaus anschließt, sind vom saarländischen Denkmalschutz und Hochwasserschutz begleitet worden. Mit dem Bau wurde im Juli 2018 begonnen. Geplant wurde der Anbau durch die Gemeinde Kleinblittersdorf mit Hilfe des Architekturbüros Janek Pfeufer. Die ausführende Firma ist die Baufirma Heitz aus Rehlingen-Siersburg. Derzeit werden die Ausschreibungen für die Ausbaugewerke vorbereitet. Auch wird die Gestaltung des Gebäudeinneren detaillierter ausgearbeitet. Läuft alles weiter nach Zeitplan, dann kann Anfang  kommenden Jahres Richtfest gefeiert werden. Der Einzug ins Neue Rathaus ist für Herbst 2019 vorgesehen.