15. November 2019
 
19.06.2019 13:13

Vorsicht: Eichenprozessionsspinner auch in der Gemeinde Kleinblittersdorf unterwegs

Die Gemeinde Kleinblittersdorf möchte auf die gesundheitlichen Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner hinweisen. In der Gemeinde ist aktuell der Ortsteil Sitterswald besonders stark von den unangenehmen Plagegeistern betroffen. Im Eingangsbereich des Geländes zum Sängerheim in der Eingangspforte des Premiumwanderweges warnt ein Hinweisschild, der großen Eiche besser nicht zu nahe zu kommen. Auch auf dem Gelände der AWO sind Nester entdeckt worden. Die Schmetterlingsart hat sich in den vergangenen Jahren begünstigt durch die Klimaerwärmung auch in der Gemeinde Kleinblittersdorf immer weiter ausgebreitet. Allgemein bevorzugen die Eichenprzessionsspinner zur Eiablage freistehende, besonnte Eichen, wie sie häufig an Waldrändern, auf Freizeitanlagen, auf Sportplätzen, Spielplätzen, Freibädern und Friedhöfen zu finden sind

Die Raupen fressen die Bäume kahl und können langfristige Schäden verursachen. Die älteren Raupen bilden bis zu ein Meter lange Gespinste, also Raupennester am Stamm oder an Astgabelungen von Eichen. Dorthin ziehen sie sich tagsüber oder zur Häutung zurück. Auf der Nahrungssuche nach den Eichenblättern bewegen sich Raupen hinter- oder nebeneinander her und bilden so die namensgebende Prozession. 

Worauf Sie bei einem Zusammentreffen mit den Raupen achten sollten:  

"Aktuell konnten wir mehrere Funde im Ortsteil Sitterswald bestätigen“, sagt Revierförsterin Martina Herzog . „Allerdings möchten wir keine Panik verbreiten, sondern nur davor warnen, sich vor den Eichenprozessionsspinnern fern zu halten und sie keinesfalls berühren. “ 

 

Spaziergänger, Waldarbeiter, Wanderer und Kinder sollten Vorsicht walten lassen und sich den Gespinsten an den befallenen Eichen auf keinen Fall nähern. Ein Hinweisschild zeigt zum Beispiel im Eingangsbereich des Waldhauses in Sitterswald auf den Eichenprozessionsspinner hin. 

 

Die Prozessionsspinner sind nicht nur für die Eichen gefährlich, sondern auch für Menschen nicht ganz harmlos. Die feinen Gifthärchen der Raupen können bei Kontakt zu Hautjecken, Atemnot oder einer schweren allergischen Reaktion führen. Die Brennhaare verursachen unangenehme Ausschläge an unbedeckten Körperstellen. Die Raupe sollte auf keinen Fall mit bloßen Händen angefasst werden. Wenn man oft in einer Gegend unterwegs ist, in der es Nester gibt, sollte man sich  möglichst mit dicht schließender Kleidung schützen.

 

Fachbehörden und Flyer raten zu folgender Bekämpfung:

Wenn sich die Raupen auf öffentlichen Geländen tummeln, ist die Gemeinde dafür zuständig, sie zu bekämpfen. Privatpersonen müssen sich selbst darum kümmern, wenn die Tiere auf ihrem Grundstück auftauchen. Sie sollten auf keinen Fall selbst versuchen, die Raupen zu entfernen sondern unbedingt Fachleute damit beauftragen. Um die Bekämpfung von Eichenprozessionsspinnern kümmern sich Spezialfirmen. Diese saugen die Gespinste und Nester von den Bäumen ab, um die Tiere zu beseitigen.

 

Wann ist die Zeit der Eichenprozessionsspinner vorbei?

Ab Ende April bilden die ersten Raupen ihre Brennhaare, kritisch wird es aber zwischen Mai und Ende Juni. Die Tiere verlieren in diesem Zeitraum besonders viele ihrer Härchen, die mit dem Wind aus ihren Nestern getragen werden. Gegen Ende Juni beginnen die Raupen dann mit ihrer Verpuppung und entwickeln sich schließlich zu einer Art Schmetterling. Aber auch danach sollen die Nester nicht angefasst werden, da die Brennhaare immer noch Reaktionen auslösen können.