22. Oktober 2017
 

Biosphäre

Hier erhalten Sie Informationen über die Biosphäre Bliesgau.

 

Das Biosphärenreservat Bliesgau liegt in der südöstlichen Ecke des Saarlandes und umfasst eine Fläche von 36.152 ha, was ca. 14 % der Fläche des Saarlandes entspricht. In unmittelbarer Umgebung des Gebietes liegen Saarbrücken im Westen, Homburg im Norden, Zweibrücken im Osten und Saargemünd im Süden. Die zum Biosphärenreservat gehörenden Flächen liegen zum größten Teil im Saarpfalz-Kreis und zu einem kleineren Teil im Regionalverband Saarbrücken. Die Städte Blieskastel und St. Ingbert sowie die Gemeinden Kirkel, Gersheim, Mandelbachtal und Kleinblittersdorf liegen vollständig innerhalb, die Stadt Homburg teilweise im Gebiet des Biosphärenreservates

 

Die Biosphäre Bliesgau wurde als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt

Am 26. Mai hat der internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programmes „Man and Biosphere“ (Mensch und Biosphäre – MAB) der UNESCO auf seiner Sitzung im Biosphärenreservat Jeju in Südkorea das Biosphärenreservat „Biosphäre Bliesgau“ ins Weltnetz der UNESCO-Biosphärenreservate aufgenommen.

Die Anerkennungsurkunde wird die Region am 23. August auf dem Biosphärenfest in Kirkel feierlich in Empfang nehmen.
„Die UNESCO hat unsere jahrelangen Anstrengungen anerkannt und belohnt. Die „Biosphäre Bliesgau“ hat sich als Modellregion für nachhaltige Entwicklung etabliert. Mit der „Biosphäre Bliesgau“ haben die Menschen in der Region gewonnen“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. „Nach der Anerkennung der Völklinger Hütte als Weltkulturerbe konnte die „Biosphäre Bliesgau“ damit die zweite große UNESCO-Anerkennung ins Saarland holen. Diese ist Auftrag und Gütezeichen zugleich, um die nachhaltige Entwicklung und die Attraktivität der „Biosphäre Bliesgau“ als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum hervorzuheben und zu steigern. Mit der Auszeichnung als UNESCO-Biosphärenreservat ist das Gebiet eine Modellregion von Weltrang, wie es nur 15 in Deutschland und von etwa 553 weltweit gibt! Der Bliesgau steht damit in einer Reihe mit Biosphärenreservaten wie Lanzarote, Everglades/Dry Tortugas, Serengeti-Ngorongoro oder Uluru (Ayers Rock-Mount Olga). Diese Anerkennung ist eine große Ehre für uns.“

 

Homburg/Blieskastel. „Integrierte ländliche Entwicklung ist ein anspruchsvoller, aber in jedem Falle lohnender Prozess! Integrierte ländliche Entwicklung kann und soll auch Spaß machen.“ Mit diesen Aussagen wirbt das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft in seinem Leitfaden zur Integrierten ländlichen Entwicklung „und für die integrierte ländliche Entwicklung im Bliesgau treffen diese Aussagen voll und ganz zu“, so die Einleitung im Vorwort des Schlußberichts zum ILEK-Projekt Bliesgau.
Mit der Überreichung des Schlussberichts in gedruckter und digitaler Form an die Vorsitzende des Biosphärenzweckverbandes, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, an die Bürgermeister der angehörenden Städte und Gemeinden sowie an die Mitglieder der ILEK-Lenkungsgruppe im Homburger Rathaus endete offizielle das Projekt ILEK-Bliesgau, das genau ein Jahr vorher im Bliesgau begonnen hatte. Bekanntlich ist das ILEK-Projekt mit einem Wettbewerb angelaufen, in dem Vorschläge zur künftigen Entwicklung der Region Bliesgau eingereicht werden konnten. Dass dabei 82 Vorschläge unterbreitet wurden, die sich mit der zukünftigen Entwicklung der Region befaßten, war für die Projektträger überraschend, zumal die Vorlaufzeit für die Einreichung damals ziemlich kurz gefaßt war (wir berichteten mehrfach).
Katja Königstein und Hugo Kern nutzen die Gelegenheit, die Gliederung des Schlussberichts und die aus dem Verfahren sich ableitenden Ergebnisse aufzuzeigen, die Projekte sind im Schlußbericht nach Kategorien eingeteilt und aufgelistet. Mit dem Abschluß und der Vorstellung des Konzeptes sei „ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen Entwicklung des Bliesgaus erreicht“ so Katja Königstein vom Taurus Institut Trier, das die Untersuchung zusammen mit dem Ing. Büro Hugo Kern in Illingen durchgeführt hat. Als Vorsitzende des Zweckverbandes freute sich auch Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, dass aus dem ILEK-Wettbewerb viele verwertbare Vorschläge zur künftigen Arbeit des Zweckverbandes Biosphärenreservat Bliesgau eingereicht wurden.
Die Herausforderungen, die sich nun anschließen, sind groß, so die Aussage im Schlußbericht. Mit dem Antrag auf Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat, der am 11.10.2006 eingereicht wurde, hätten die politischen Entscheidungsträger ihren Anspruch unterstrichen, den Bliesgau zu einer Modellregion für nachhaltige Regionalentwicklung zu machen.
Das klare kommunalpolitische Bekenntnis der Bürgermeister im Bliesgau zur Zusammenarbeit sei natürlich Grundvoraussetzung für die positive Umsetzung der ILEK-Vorschläge, denn mit der Gründung des Zweckverbandes Biosphäre Bliesgau sei eine Arbeitsstruktur geschaffen worden, die aufbauend auf den Ergebnissen des ILEKs den Regionalentwicklungsprozess und zwar über ein Kirchturmdenken hinaus fortführe. Wichtige Frage sei nun auch, mit welchen Projekten angefangen werden könnte, wo besteht Handlungsdruck und wo sind Erfolgsaussichten bei der Verwirklichung der Ideen gegeben, so Katja Königstein. Weiterhin seien die Ideengeber eingeladen, sich an der weiteren Arbeit als potentielle Partner zu beteiligen.
Vertreter der Landesregierung stellten in der Zusammenkunft im Homburger Rathaus Möglichkeiten vor, nach denen anhand von EU-oder Landesprogrammen die Umsetzung der Projekte möglich und mitfinanziert werden könnte.

Ausführende des ILEK-Projektes:

Taurus-Institut an der Universität Trier
Universitätsring 15
54286 Trier
(www.taurus-institut.de)

Kooperationspartner für die Durchführung des ILEK-Ideenwettbewerbs:

Kernplan Gesellschaft für Städtebau und Kommunikation mbH,
Kirchenstr. 12
66557 Illingen
(www.kernplan.de)

Auftraggeber:

Die Kommunen Blieskastel, Gersheim, Homburg, Kirkel, Kleinblittersdorf, Mandelbachtal und St. Ingbert.
(Dieser Text befindet sich im Original auf der Homepage der Stadt Blieskastel)